Osterberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Am 10.12.1843 wurden hier Ausgrabungen vorgenommen, um Spuren eines Begräbnisplatzes zu entdecken, die zu keinen Resultaten führten. Eine hier stehende Kapelle soll den Namen des Ortsteils [[Potschappel]] gegeben haben, der mit "unter der Kapelle" übersetzt werden könnte.<ref name="denkschrift">Denkschrift des Vereins zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse im Plauenschen Grunde zur Feier seines 25jährigen Bestehens am 24. Februar 1869. [[http://digital.slub-dresden.de/id396011098 Digitale Sammlungen]]</ref>
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''Daß von einer Aktiengesellschaft nichts, was einer Pflege des Schönen ähnlich sieht, zu erwarten ist, zeigt deutlich das Schicksal des 690 Fuß über der Nordsee hohen Osterberges (Schafberg, Eichberg). Während sonst wenigstens die Ostseite desselben mit schön belaubten Bäumen geschmückt war, wird jetzt auch diese der kahlen Südseite immer ähnlicher. Nach Beckers Schilderung führte einst ein Weg auf beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt, zum Berge hinauf. Nachdem man eine Strecke gestiegen, schaute auf der der [[Leißnitz]] zugewandten Seite ein kleines Gebäude aus dem dunklen Blättergrün hervor, das blos zum Ausruhen bestimmt schien. Am Berge hin lief dann ein Weg unter schattigen Bäumen in steigender Richtung allmählich aufwärts, ihn gleichsam umgürtend. Mit Geländern versehen leitete endlich der Pfad zu einer ansehnlichen Linde, unter welcher Ruhebänke einluden, die herrliche Aussicht auf die ganze reizende Aue in voller Muse zu genießen. Von hier aus führten einige Stufen in gerader Richtung auf die Spitze des Berges, den ein vom Grafen Hagen errichteter Tempel, einer Aufschrift nach "der Freundschaft heilig", zierte. Wird uns dieser Ruheplatz als einer der günstigsten Standpunkte geschildert um das reizende Panorama des [[Plauenscher Grund|Plauenschen Grundes]] zu beschauen, so müssen wir um so mehr bedauern, daß speculativer Interessen wegen die stolzen Porphyrfelsen, deren steile Abhänge bis dicht an die [[Weißeritz]] herantraten, dem Hammer und Meisen des Steinbrechers zum Opfer gefallen und mit ihnen leider auch die beschriebenen Anlagen der Zerstörung preisgegeben worden sind. ''<ref name="denkschrift" />
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*Deutsche Fotothek: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721850 Blick vom Osterberg über Potschappel vor 1919], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87716604 Blick vom Osterberg über Potschappel Richtung Burgwartsberg vor 1933], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721837 Blick über Potschappel vom Osterberg Richtung Burgwartsberg vor 1933], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721840 Blick vom Steigerbusch über Potschappel Richtung Windberg vor 1933], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87601279 Luftbild Freital mit Osterberg 1999]
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*Deutsche Fotothek:
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**vor 1919: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721850 Blick vom Osterberg über Potschappel vor 1919], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721849 Blick vom Osterberg über Potschappel mit Burgwartsberg, Emmauskirche und Rathaus vor 1919]
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**vor 1933: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87716604 Blick vom Osterberg über Potschappel Richtung Burgwartsberg vor 1933], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721837 Blick über Potschappel vom Osterberg Richtung Burgwartsberg vor 1933], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87721840 Blick vom Steigerbusch über Potschappel Richtung Windberg vor 1933],  
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**1999: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87601279 Luftbild Freital mit Osterberg 1999]
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==Quellen==
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<references />

Aktuelle Version vom 12. August 2015, 08:37 Uhr

Am 10.12.1843 wurden hier Ausgrabungen vorgenommen, um Spuren eines Begräbnisplatzes zu entdecken, die zu keinen Resultaten führten. Eine hier stehende Kapelle soll den Namen des Ortsteils Potschappel gegeben haben, der mit "unter der Kapelle" übersetzt werden könnte.[1]

Daß von einer Aktiengesellschaft nichts, was einer Pflege des Schönen ähnlich sieht, zu erwarten ist, zeigt deutlich das Schicksal des 690 Fuß über der Nordsee hohen Osterberges (Schafberg, Eichberg). Während sonst wenigstens die Ostseite desselben mit schön belaubten Bäumen geschmückt war, wird jetzt auch diese der kahlen Südseite immer ähnlicher. Nach Beckers Schilderung führte einst ein Weg auf beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt, zum Berge hinauf. Nachdem man eine Strecke gestiegen, schaute auf der der Leißnitz zugewandten Seite ein kleines Gebäude aus dem dunklen Blättergrün hervor, das blos zum Ausruhen bestimmt schien. Am Berge hin lief dann ein Weg unter schattigen Bäumen in steigender Richtung allmählich aufwärts, ihn gleichsam umgürtend. Mit Geländern versehen leitete endlich der Pfad zu einer ansehnlichen Linde, unter welcher Ruhebänke einluden, die herrliche Aussicht auf die ganze reizende Aue in voller Muse zu genießen. Von hier aus führten einige Stufen in gerader Richtung auf die Spitze des Berges, den ein vom Grafen Hagen errichteter Tempel, einer Aufschrift nach "der Freundschaft heilig", zierte. Wird uns dieser Ruheplatz als einer der günstigsten Standpunkte geschildert um das reizende Panorama des Plauenschen Grundes zu beschauen, so müssen wir um so mehr bedauern, daß speculativer Interessen wegen die stolzen Porphyrfelsen, deren steile Abhänge bis dicht an die Weißeritz herantraten, dem Hammer und Meisen des Steinbrechers zum Opfer gefallen und mit ihnen leider auch die beschriebenen Anlagen der Zerstörung preisgegeben worden sind. [1]

Bilder

Quellen

  1. 1,0 1,1 Denkschrift des Vereins zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse im Plauenschen Grunde zur Feier seines 25jährigen Bestehens am 24. Februar 1869. [Digitale Sammlungen]