Plauenscher Grund: Unterschied zwischen den Versionen
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Bis zum Ende des Altertums war die Fels- und Waldwildnis des Grundes ungangbar. erst 1560 wurde der erste Fußpfad gebahnt. Ein Fahrweg wurde 1712 in Angriff genommen. Bis dahin erreichte man Tharandt über Oberpesterwitz und auf der Hohen Straße über Weißig. Nach Freiberg gelangte man über Possendorf oder Kesselsdorf. Bei Plauen sprengte man einige Felsen, dann blieb die Sache wieder liegen bis 1745, wo die Straße vollendet wurde. 1808 wurde sie von Napoleon zur Heerstraße ausgebaut. | Bis zum Ende des Altertums war die Fels- und Waldwildnis des Grundes ungangbar. erst 1560 wurde der erste Fußpfad gebahnt. Ein Fahrweg wurde 1712 in Angriff genommen. Bis dahin erreichte man Tharandt über Oberpesterwitz und auf der Hohen Straße über Weißig. Nach Freiberg gelangte man über Possendorf oder Kesselsdorf. Bei Plauen sprengte man einige Felsen, dann blieb die Sache wieder liegen bis 1745, wo die Straße vollendet wurde. 1808 wurde sie von Napoleon zur Heerstraße ausgebaut. | ||
+ | ==Geologie== | ||
+ | Die Felswände und besonders die Steinbrüche des Grundes geben einen Durchschnitt durch ein Stück der Erdrinde, ein geologisches Profil das uns über die Gesteine und ihre Entstehung aufklärt. Es ist ein Archiv, auf dessen steinernen Blättern die Erdgeschichte festgelegt ist. | ||
+ | Den unteren und damit den Hauptteil des Steinbruches füllt ein blass violettes Massengestein ohne Schichtung, der Syenit. Darüber liegen Bänke eines helleren Gesteins, des Pläners, ein Schicht oder Niederschlagsgestein. Eine solche Schichtung kann durch Niederschlag im Wasser erfolgt sein. Pläner bedeutet so viel wie ebenliegendes Gestein . |
Version vom 4. Januar 2015, 19:10 Uhr
Bilder
- Deutsche Fotothek: Blick von Potschappel in den Plauenschen Grund 1790, Blick durch den Plauenschen Grund auf Potschappel 1778, im Plauenschen Grund um 1800, Villa im Plauenschen Grund 1840
Historisches
Die Landstraße durch den Plauenschen Grund
Bis zum Ende des Altertums war die Fels- und Waldwildnis des Grundes ungangbar. erst 1560 wurde der erste Fußpfad gebahnt. Ein Fahrweg wurde 1712 in Angriff genommen. Bis dahin erreichte man Tharandt über Oberpesterwitz und auf der Hohen Straße über Weißig. Nach Freiberg gelangte man über Possendorf oder Kesselsdorf. Bei Plauen sprengte man einige Felsen, dann blieb die Sache wieder liegen bis 1745, wo die Straße vollendet wurde. 1808 wurde sie von Napoleon zur Heerstraße ausgebaut.
Geologie
Die Felswände und besonders die Steinbrüche des Grundes geben einen Durchschnitt durch ein Stück der Erdrinde, ein geologisches Profil das uns über die Gesteine und ihre Entstehung aufklärt. Es ist ein Archiv, auf dessen steinernen Blättern die Erdgeschichte festgelegt ist. Den unteren und damit den Hauptteil des Steinbruches füllt ein blass violettes Massengestein ohne Schichtung, der Syenit. Darüber liegen Bänke eines helleren Gesteins, des Pläners, ein Schicht oder Niederschlagsgestein. Eine solche Schichtung kann durch Niederschlag im Wasser erfolgt sein. Pläner bedeutet so viel wie ebenliegendes Gestein .